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Don06 Okt
Saisonabschluß
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Nach dem Endlauf zur deutschen Meisterschaft Anfang August standen für uns noch vier weitere Veranstaltungen auf dem Plan, die uns noch quer durch Europa führen sollten: Bereits eine Woche später machten wir uns mit dem Fighter zum zweiten Mal in diesem Jahr auf den Weg nach Schweden. In Ekeröd stand nach der Absage der Veranstaltung der vierte Lauf zum Euro Cup auf dem Plan. Anders als beim ersten Versuch in Lidköping, an den wir uns lieber an ein interessantes Kart Rennen, als an unserer Resultat auf der Bahn erinnern, arbeiteten diesmal alle Sensoren so, wie sie es sollten und im Stechen mußten wir uns lediglich Simply Irressitible aus den Niederlanden geschlagen geben, der Rest von Europas Elite war zwar ebenfalls im Stechen mit vertreten, kam aber an unsere Weite nicht mehr heran. Dieses Ergebnis ließ uns dann zufrieden den Heimweg antreten, um dort dann, für den eine Woche später stattfindenden Lauf in Bouconville in Frankreich, das Monster her zu richten. Waren wir zu beginn der Saison recht zuversichtlich, den Pro-Charger auf dem Monster ans Laufen zu bekommen, so mußten wir doch im Laufe der Saison einsehen, dass, wenn das Ding lief, gut Leistung vorhanden war, nur war die Freude meist nur von kurzer Dauer, bis sich im Antrieb wieder etwas zerlegt hatte. Mit dieser Erfahrung mußten wir leben und entschieden uns daher, den Rest der Saison mit dem originalen Allison-Lader zu Ende zu fahren. Mit nun doch deutlich weniger Leistung als die europäische Spitze, blieb uns in Frankreich die Teilnahme am Stechen verwehrt; mit 95 Metern hätten wir sicherlich noch den zweiten Versuch fahren können, der uns aber auch nicht mehr viel weiter hätte bringen können. Im Zweifel hätte es vielleicht für Platz fünf in der Tageswertung reichen können. Dafür hätten wir dem Motor des Monsters im Stechen aber ein drittes Mal Alles abverlangen müssen. Das wiederum hätte das Risiko eines Motorschadens deutlich erhöht hätte, was, zwei Wochen vor der Europameisterschaft in Finnland, natürlich niemand riskieren wollte.

Bereits am Mittwoch vor der EM machten wir uns auf den weitesten Weg, den wir in dieser Saison hinter uns bringen mußten. Mit der Fähre gings über die Ostsee nach Finnland, wo wir am Freitag Abend Alahärmä, den Austragungsort der diesjährigen EM erreichten. Am Samstag wurde die 3,5 t Klasse gefahren, in der wir sowohl mit dem Green Monster als auch mit dem Green Fighter qualifiziert waren. Normalerweise ist die 3,5 t Klasse die Klasse des Monsters. Diesmal war's doch der Green Fighter der im stallinternen Duell die Nase vorn hatte. In der Gesamtwertung Platz und mehr als zehn Meter weiter als das Green Monster, machen deutlich, dass hier nicht alles optimal lief. Das Green-Monster konnte beim Pull im Stechen die Nase nicht in Bodennähe halten und die notwendigen Korrekturen kosteten viel Schwund, so dass an diesem Tag nicht mehr drinn war. Am Sonntag standen dann die 2,5t und als letzte Klasse der EM die 4,5 t Klasse auf dem Plan.


In der 2,5 t Klasse zeigte sich das gleiche Bild wie auf dem Euro-Cup Lauf in Frankreich: in dieser Klasse klappt es mit einem Allison auf nationaler Ebene zwar ganz gut, International hängen die Trauben aber doch deutlich höher... Nach dem ersten Versuch standen 93 Meter zu Buche. Nachdem der Motor am Vortag schon richtig hatte arbeiten müssen, wurde routinemäßig nach dem ersten Zug die Ölablass-Schraube auf das Vorhandensein von Metallabrieb überprüft, was leider auch der Fall war und einen weiteren Start verhinderte. So blieb es am Ende wieder dem Green Fighter überlassen, für uns auf dieser Veranstaltung noch ein positives Ergebnis einzufahren. In einem knappen Stechen waren wir bis vor dem letzten Starter mit gerade einmal 16 cm Rückstand auf dem zweiten Platz. Whispering Giant aus den Niederlanden egalisierte auf den cm genau die Führungsweite von Lambada, so dass die beiden in einem erneuten Stechen den Sieger ausfuhren, was Lambada dann deutlich für sich gewinnen konnte. Somit konnten wir zumindest einen Pokal mit zurück ins heimische Füchtorf nehmen. Ebenso wie die Reise in den hohen Norden mehrere Tage dauerte, waren wir auch erst am Mittwoch Nachmittag wieder in der Heimat. Dort galt es dann in aller Eile die notwendigen Wartungsarbeiten am Green Fighter durchzuführen, denn bereits am folgenden Samstag sollte es zur letzten Veranstaltung des Jahres, dem Endlauf zum Euro Cup ins niederländische Bakel gehen. In der kürze der Zeit ließ sich der Schaden am Motor des Green Monsters leider nicht reparieren, so dass wir nur mit dem Green Fighter auf den Weg machten. Um einen Eindruck davon zu bekommen, ob die Reifen des Monsters evtl. auch auf dem Fighter funktionieren, wurde diese Veranstaltung, auf der wir eh aufgrund unserer bis zu diesem Zeitpunkt gesammelten Punkte nicht mehr in den Kampf um den Gesamtsieg eingreifen konnten, zum testen wahrgenommen. Es zeigte sich, dass die Reifen gut funktionierten und wir in der Tageswertung, wie eine Woche zuvor auf der EM, einen guten dritten Platz belegten. Vor uns waren nur die beiden Multi-V8 Tractoren Lamabada auf Platz zwei und ganz vorne und damit auch Euro Cup Sieger 2011: Simply Irresitible. Von dieser Stelle aus einen herzlichen Glückwunsch an das Team rund um Egbert Dros.

Damit ist für uns eine abwechslungsreiche Saison zu Ende gegangen, in der wir wieder viele neue Erfahrungen sammeln durften, die uns reichlich Ideen für den kommenden Winter gegeben haben, wo und wie wir nach mehr Leistung aus den Allison Motoren suchen können.

Wir möchten uns bei all unseren Fans für die Unterstützung, das Daumendrücken und den Applaus auf den Veranstaltungen bedanken, sowie bei all unseren Sponsoren die uns auch in dieser Saison wieder tatkräftig unterstützt haben.