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Das erste mal im Jahr, dass die Traktoren wieder „Außenluft“ atmen dürfen, ist traditionell der Pokallauf in Weseke. Für die meisten Teams, die nicht an einer Hallenveranstaltung teilgenommen haben, die erste Möglichkeit zu testen, ob die über den Winter gemachten Veränderungen funktionieren. Wir waren nur mit dem Green Fighter angereist, da das Monster zum einen nach dem spektakulären Bruch von Zwolle noch nicht wieder ganz re­pariert ist, des weiteren wir noch schwer damit beschäftigt sind, das Projekt „Pro-Charger“ zu realisieren um dieses auf unserer Heimveranstaltung dem Publikum lauffähig präsentie­ren zu können.
Ein paar Pulls konnten zudem den neuen Reifen vom Fighter nicht schaden, um die etwas „beweglicher“ zu werden zu lassen und mit „Green Spirit IV“ aus den Niederlan­den war in der 4,5 t Klasse ein Schlepper eingeladen, an dem man sich orientieren kann, wo man nach dem Winter denn so steht.
Eröffnet wurden die Veranstaltung mit der 3,5 t Klasse. Angetreten war ein buntes Feld von Treckern, die immer in dieser Klasse starten, Teilnehmer der 2,5 t FK die zu Testzwecken an den Haken gingen genauso wie ein Pro-Stock. Tobias stellte nach einem schnurgeraden Pull den Bremswagen bei 97 Metern ab und im Team fingen wegen des nicht er­reichten Full-Pulls die Diskussionen an, ob die neuen Reifen evtl. wohl doch noch nicht der Weisheit letzter Schluss sind. Als alle anderen Starter durch waren, wussten wir mehr: egal ob Doppel-Griffon oder Dreifach-Turbine niemand kam an die Weite des Fighters her­an und somit ging, zu unserer großen Freude, der größte Pokal mit in die Heimat.
In der 4,5t Klasse legte Green Spirit IV einen Full Pull vor und qualifizierte sich fürs Ste­chen. Rico war ähnlich schnell unterwegs, bis kurz hinter der hundert Meter Marke schlag­artiges aufheulen der Motoren nichts Gutes verhieß und den Vortrieb schlagartig enden ließ. Anstelle der gut 4200 Umdrehungen /min, während eines Pulls waren die Motordreh­zahlen auf einmal jenseits von „gut und böse“ bei über 4800 U/min. Ursache dafür war das  Reduziergetriebe zwischen Crossbox und Hinterachse, bei dem sich im inneren die Zahnräder verklemmt haben und sie dadurch beschädigt wurden so das sie ihre Zähne verloren hatten. Ganz dicke kam es aber erst, als wir wieder in Füchtorf angekommen waren und den Figther abgeladen haben: Der Rah­men hat bei dem abrupten Ende des Pulls einen tüchtigen Schlag bekommen und ist in der Mitte gut 10 cm durch geknickt. Das heißt für uns neben der Baustelle „Monster“ nun zusätzlich noch den Fighter komplett demontieren, den Rahmen wieder richten, entspre­chend verstärken und alles wieder neu ausrichten. Der 2. Platz, den dieser Pull bedeutete, war da nur ein eher schwacher Trost in Anbetracht des Schadens der entstanden ist.
Wir hoffen stark, dass wir für diese Saison damit bereits die größten Baustellen hinter uns haben werden, wenn wir beide Trecker für Füchtorf wieder startklar haben und wünschen uns, dass es nicht die ganze Saison mit derart arbeitsintensiven Defekten weiter geht.
Nach Weseke wurde Fighter jetzt auch schon komplett demontiert und auf unserer selbstgebauten Richtbank den ersten Richtversuchen unterzogen, Zeitgleich Laufen natürlich auch noch die anderen Baustellen wie die neue Hinterachse Für Monster.